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Buchempfehlungen

Das Labyrinth erwacht

Verlag: 
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ISBN: 
9783401067889

Das Washington-Dekret

Verlag: 
Kategorie: 
ISBN: 
9783423280051

Das Erwachen der Senorita Prim

Geliebt habe ich Das Erwachen der Señorita Prim vom ersten Satz. Ein Roman, der die Botschaft transportiert, dass man erst einmal die Schönheit eines Gedichtes erkennen muss, um die Schönheit der Welt zu begreifen - welcher Mensch, der mit Literatur lebt, würde da nicht innerlich jubeln. Um wahre Schönheit und alte Werte geht es, um die Betrachtung einer Blume, um die Entdeckung der Langsamkeit. Gern wäre man selbst zu Gast in diesem kleinen galicischen Dorf von freundlichen Verweigerern, einem wundersamen Ort, wo die Uhren anders gehen und man viel von dem hat, was wir Heutigen so schmerzlich vermissen - Zeit!
Dieser Roman hat auch mich wundersam entschleunigt und in mir etwas geweckt - diese fast vergessene Sehnsucht nach dem Schönen, Wahren, Guten. Ein Buch, dass ich Ihnen gerne ans Herz lege, inmitten so vieler schöner Bücher.

Meine wärmste Empfehlung !!

»Wann in ihrem Leben, so fragte die Señorita Prim sich verwundert, hatte sie das Vorhandensein der Luft vergessen. Das Gehen, ohne rennen zu müssen, die einfache Freude, sich ohne Eile fortzubewegen, zu flanieren, umherzustreifen, Zeit zu haben, etwas auszukundschaften oder zu entdecken. Wann war etwas so Simples, so Bescheidenes zum Luxus geworden?«

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ISBN: 
9783851792522

Eukalyptusmond

 
Lena ist begeistert: Endlich ist sie raus aus Deutschland und drin in Australien. Ein ganzes Jahr ist sie frei. Frei von allen Sorgen: Von den Geldproblemen ihrer Familie, von dem abgebrochenen Abitur, von ihrem stillen Bruder, von ihrer manchmal echt nervigen Mutter. Sie hat sich für ein Working Holiday Programm angemeldet, allerdings hatte sie nie vor, dort auf zu tauchen. Stattdessen sollte sie gleich am Flughafen von ihrer Freundin Hanna abgeholt werden, und dann auf zum feiern!
Nur leider geht so einiges schief: Anstatt von Hanna wird Lena von Mitarbeitern der Farm abgeholt, bei der sie sich angemeldet hatte. Und schon sitzt Lena genau dort, wo sie nicht sein wollte: Mitten im Hinterland. Und noch dazu scheint sie sich in einen bereits verlobten Mann zu verlieben. Aber als Hanna dann doch kommt, um Lena mit zu nehmen, ist diese hin und her gerissen: Soll sie auf der Farm bleiben, sich ihren langersehnten Traum des Flugscheines erfüllen und herausfinden, was der faszinierende Bran zu verstecken versucht, oder mit Hanna reißen und ihr Leben weiter leben wie bisher? Und was ist an den Mordvorwürfen dran, die gegen Bran und seine Mutter vorgebracht werden?

 
Eine wirklich packende Liebesstory, klassisch für Jugendliche, die zum Nachdenken anregt: Hier finden sogar zwei Menschen ihren Weg wieder. Zu empfehlen für hoffnungslose Romantiker/innen in meinem Altern.

 

Zurück nach Holly Hill

 
Die 17-jährige Emily erhält einen Brief von ihrer langen verstorbenen Mutter, in dem steht, sie solle nach Holly Hill reißen. Holly Hill ist das Dorf, in dem ihre Mutter aufgewachsen ist. Nur ist Holly Hill auf keiner Karte eingezeichnet, nicht mit dem Bus zu erreichen und auch sonst scheint es niemand zu kennen. Emily findet es nur durch die Hilfe von Matt, einem mysteriösen Jungen in Emilys Alter, der Emily scheinbar nicht leiden kann und ihr nur widerwillig den Weg zeigt. Und auch sonst wird Emily in Holly Hill auf seltsame Art begrüßt; sie ist sich sicher, dass mit diesem Dorf etwas nicht stimmt. Doch die Frage ist nur… was? Und als Emily das herausfindet, befindet sie sich auf einer spannenden Jagt nach einem Mörder und hat die Chance, ihre lange verstorbenen Eltern wieder zu sehen…

 
Ein klassischer Jugendroman; der viele begeistern wird, allerdings nicht, falls man nur realistische Geschichten liest. Alexandra Pilz verbindet Krimi, Fantasy und eine Liebesgeschichte auf spannende Art und Weiße.

Die Welt wie wir sie kannten

 
Kurz nachdem Miranda ihr neues Tagebuch angefangen hat gibt es auf der ganzen Welt nur noch ein Thema: Ein Meteor schlägt auf dem Mond ein und natürlich will jeder zusehen, jeder dabei sein. Die Lehrer haben einen Grund, unendlich viele Hausaufgaben auf zu geben- nervig natürlich. Aber dann geschieht etwas Unvorhergesehenes: Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn geworfen und kommt der Erde gefährlich nahe. Und augenblicklich ist alles anders: Nicht nur die Stromversorgung spielt verrückt, sondern auch die Gezeiten, die ganze Küsten zerstören. Überall brechen Vulkane aus, selbst wenn sie schon längst erloschen sind, und hüllen die Erde in eine Staubwolke. Wer sich nicht genug Vorräte angeschafft hat, verhungert oder erfriert. Die Straßen sind wie leer gefegt, alle wandern irgendwo hin, wo es besser sein soll. An ein normales Leben ist nicht mehr zu denken- und all das hält Miranda in ihrem Tagebuch fest.
Anschaulich, spannend und bildhaft- ein wundervolles Buch, das ich wirklich nur empfehlen kann. Leider hat es einen Nachteil: Man kann es nicht aus der Hand legen und es ist viel zu schnell zu Ende.

 

Gefährliche Gedanken - zu schön zum Sterben

 
Natascha Sander hat vielleicht keine Geldprobleme, dafür aber ganz andere:

  1. Neue Schule („Liebfrauenschule“, streng katholisch, nur für Mädchen)
  2. Logischer Weiße neue Mitschüler (z.B. Milena, Prinzessin-ähnliche Zicke die ihren Thron und ihre Gefolgschaft nie verlässt)
  3. Auch logisch: Neue Direktorin (mit der sich Natascha gleich am ersten Tag anlegt)
  4. Neuer Bodyguard (von ihren Eltern beauftragt, da ihr großer Bruder Bastian einfach verschwunden ist)
  5. Eine Mädchenleiche und ein komplizierter Fall, den Natascha unbedingt aufdecken muss.

 
Hanna Dietz fesselt den Leser mit einem verzwickten Fall, an dem- immer wenn er gelöst scheint- eine neue Spur auftaucht. Mit Stil und Humor bleibt das Buch bis zur letzten Seite spannend und lässt neben der Aufklärung eines Mordes genug Platz für die eigenen Probleme der Hauptperson. Absolut empfehlenswert, vor allem an Mädchen von ca. 13- 15 Jahren.

 

 

Glits

 
Keiner weiß, woher es kommt. Keiner weiß, was es ist. Und fast keiner versteht es, mit Ausnahme von ein paar einzelnen Jugendlichen, die sich noch nie zuvor begegnet sind. Sie geben dem seltsamen Wesen, das jeden Menschen in seinen Bann schlägt und alle fasziniert, den Namen Glits. Doch als die Regierung den Glits vernichten will, bevor die Presse die Jahrhundertstory wittert, greifen zwei der Jungendlichen ein und versuchen, den Glits zu retten. Eine wilde und verwirrende, aber auch magische Verfolgungsjagt beginnt.
Dieses Buch schafft es auf unerklärliche Weiße, die Realität mit Fantasie verschmelzen zu lassen, die Grenzen aber nicht ganz zu verwischen. Die Hauptpersonen haben eine ausgeprägte Persönlichkeit, die von Robert Wolfe gut beschrieben wurde. Allerdings kein Buch, das man als ausgeprägter Realist lesen sollte.

 

Nur eine Liste

Jeden letzten Montag im September finden die Schüler der Mount Washington High eine Liste vor, auf der die vier hübschesten und die vier hässlichsten Mädchen der Schule aufgelistet sind, eine pro Jahrgangsstufe. Die Liste hängt überall, in zahlloser Ausgabe, jeder sieht sie und keiner weiß, wer sie geschrieben hat. Seit Ewigkeiten ist das nun schon so und wird von Schülern und Lehrern akzeptiert. Auch dieses Jahr wird es nicht anders sein, wenn man mal von der nervigen neuen Direktorin absieht, die es sich in den Kopf setzt, die Tradition der Liste zu beenden. Und obwohl alle acht Mädchen gleich sein mögen, da sie alle auf der Liste stehen, hat jede von ihnen eigene Probleme: Margo Gable, Hübscheste der zwölften Klasse, ist sich ihres Zieles Homecoming-Queen zu werden fast sicher, als ihre Freundinnen eine Kampagne für Jennifer Briggis, Hässlichste der zwölften Jahrgangsstufe, starten. Candace Kincaid, Hässlichste der zehnten Klasse, verliert alle ihre Freundinnen an Lauren Finn, Hübscheste der zehnten Klasse. Danielle DeMarco, Hässlichste der neunten Klasse, erhält nicht nur einen neuen Spitznamen sondern verliert auch ihren Freund, während Abby Warner, Hübscheste der neunten Jahrgangsstufe, mit ihren Noten zu kämpfen hat. Und weder Sarah Singer, Hässlichste der elften Jahrgangsstufe, noch Bridget Honeycutt, Hübscheste der elften Klasse, wissen, wie sie richtig mit ihrem neuen Titel umgehen sollen- denn während Sarah krampfhaft versucht, den Homecoming-Ball zu zerstören, hat Bridget ein dunkles Geheimniss…
Ein interessantes und fesselndes Buch, das realistische Einblicke in das Leben von acht jungen Mädchen gibt, deren Leben für eine Zeit lang nur durch das Aussehen kontrolliert wird- ob auf negative oder positive Weiße. Es fesselt den Leser und macht auch auf Probleme aufmerksam, die sich in unserer Gesellschaft auftun.

1913

 
Ein ganzes Jahr in Geschichten, von Januar bis Dezember chronologisch aufgearbeitet, amüsant und sehr kurzweilig. Das präsentiert uns Bestsellerautor Florian Illies, und dieses Jahr scheint es in sich zu haben. So viele Künstler, Dichter und Maler sind in diesem Jahr am Wirken, dass es eine wahre Freude ist, ihnen bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Thomas Mann schreibt am „Zauberberg“, nicht am Zauberlehrling wie er verkünden lässt. Der Jugendliche Bertold Brecht führt eine Schülerzeitung und seine ersten literarischen Versuche werden hier erscheinen. Ernst Ludwig Kirchner zeichnet Kokotten, Franz Marc arbeitet an seinem Hauptwerk.
In diesem Jahr wird aber auch viel geliebt, Franz Kafka wird fast verrückt daran , Rainer Maria Rilke schreibt fleißig seine blauen Briefe, und Oskar Kokoschka und Alma Mahler führen eine leidenschaftliche Beziehung mit allen Auf und Abs.
Coco Chanel führt ein gutgehendes Hutgeschäft, ein unbekannter Postkartenmaler namens A. Hitler versucht seine Stadtansichten an Mann zu bringen, mit wenig Erfolg. Die „Mona Lisa“ wird aus dem Louvre gestohlen, und avanciert, nachdem sie wieder auftaucht, zum bekanntesten Gemälde der Welt. Und Kaiser Franz Joseph geht auf die Jagd.
1913 wird die Firma Prada gegründet und Henkel-Trocken begießt die deutsch-französische Freundschaft. Charlie Chaplin unterschreibt seinen ersten Filmvertrag. Am 7. November wird Albert Camus geboren.
Im Dezember erscheint Kurt Tucholskys Gedicht „Großstadt-Weihnacht“ und auch sonst stimmt man sich auf das Fest ein. Die „Gartenlaube“ gibt Tipps was die Damen zu Silvester tragen könnten. Am 31. des Monats notiert Arthur Schnitzler seine Lektüre in sein Tagebuch und um Mitternacht wird aufs Neue Jahr angestoßen.
Das sind nur ein paar Beispiele, ein paar Kostproben aus dem reichen Schatz der Anekdoten und Begebenheiten, die der Autor vor uns ausbreitet. Ein Buch das uns Leser das ganze Jahr 2013

Sommer wie Winter

 
Alles könnte doch so idyllisch sein, die Berge, das Dorf in Tirol, die Bauernfamilie Winter, die ihren Hof als Gästepension umbaut. Die vier Kinder der Familie wachsen zusammen mit einem Pflegekind auf, mit Alexander Sommer. „Sommer wie Winter“ meinen auch die Nachbarn, das passt doch gut zusammen und sie loben die Eltern für ihr hehres Anliegen.
Zuerst glaubt das Pflegekind Alexander, dass seine Mutter bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, später deuten verschiedene Zeichen auf eine Ausreise hin. Aber was ist wirklich passiert, und wird dieses Geheimnis je aufgelöst werden? Erst nach einem Unfall kommen verschiedene Familienangelegenheiten zu Tage. Erst nach und nach, in unzähligen Therapiegesprächen öffnen sich die Beteiligten, und der Leser erfährt immer mehr. Vor seinen Augen entfaltet sich ein Kriminalfall, der spannender nicht sein könnte. Es geht vor allem um Eifersucht und Lieblosigkeit, aber auch um Machtmissbrauch und Untreue. Und natürlich spielt die Landbevölkerung auch eine Rolle.
Wer „Tannöd“ von A. M. Schenkel gelesen hat, der wird auch diese Geschichte schätzen. Im Stil sind sich beide ähnlich. Ein schmales Taschenbuch kann manchmal mehr aussagen als ein sogenannter „dicker Schinken“ und auch für mehr Gänsehaut sorgen. Die Autorin, die aus Linz stammt, stürmt gerade die Bestsellerliste mit ihrem neuen Roman „Die Deutschlehrerin“.

 

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