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Buchempfehlungen

Halva, meine Süße

Halva ist die 18 jährige Tochter einer iranischen Familie, die seit 10 Jahren in Deutschland
lebt. Sie fühlt sich „westlich“ erzogen und hat sich sehr gut eingelebt. Ihre Eltern haben
sich mit einem Café eine kleine Existenz aufgebaut. Durch ihren älteren Bruder lernt sie
Kai kennen, beide verlieben sich ineinander. Für Halva ist es das schönste Gefühl, was sie
bisher erlebt hat und für sie beginnt eine wunderbare Zeit. Aber diese hält nicht lange an,
denn plötzlich verbieten ihre – sonst so aufgeschlossenen – Eltern die Treffen zwischen
den beiden. Halva ist sehr bestürzt darüber und sucht nach Erklärungen. Diese findet sie
in der Form eines Briefes an die Eltern, der aus der Heimat kommt: darin wird an den Preis
erinnert, den ihre Eltern zahlen mussten, um ihre Ausreise aus dem Iran zu bekommen:
nämlich Halva, die an den Sohn des Vermittlers verheiratet werden soll!
Wie Halva, ihr Bruder, ihre Eltern und auch Kai mit dieser Situation umgehen, ob die Liebe
zwischen den beiden Bestand hat, ob die Bindung zu ihrer Familie stärker ist, wie sich Halva
entscheidet – das alles ist in diesem wunderschön gestalteten Jugendbuch zu lesen.
Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, man fiebert mit den Darstellern mit, wünscht sich
ein glückliches Ende für alle.

Eines Abends in Paris

Alles stimmt: Das stimmungsvolle Cover, die wunderschöne Sprache, die zauberhafte
Atmosphäre, die einen nach drei Sätzen die Welt völlig vergessen lässt, die Figuren, in die
man sich einfach nur verlieben kann, die Geschichte, die schon nach kurzer Zeit unglaublich
spannend wird und den Leser mitfiebern lässt ...
Alain ist Besitzer eines kleinen Programmkinos in Paris. Natürlich liebt er Filme. Er ist ein
eher schüchterner und zurückhaltender Typ, aber auch ein hervorragender Beobachter.
So z. B. überlegt er sich bei einigen seiner Kinobesucher, was für eine Geschichte sie wohl
haben. Am meisten interessiert ihn aber die junge Frau im roten Mantel, die immer in seine
Mittwochvorstellung kommt und sich immer in die dieselbe Reihe setzt. Eines Abends nimmt
er all seinen Mut (und von dem hat er nicht viel, glaubt er) zusammen und spricht sie an. Die
beiden verbringen einen wunderschönen Abend zusammen und Alain weiß: Diese Frau ist
die Frau, nach der er immer gesucht hat.
Aber plötzlich stellt sich sein Leben auf den Kopf, denn sein Kino soll Schauplatz eines neuen
Filmes werden. Mit einem Mal steht sein kleines Kino im Mittelpunkt, alles ist turbulent, die
Kasse klingelt wieder etwas lauter und die Vorstellungen sind jeden Abend ausverkauft. Nur
eine Person kommt seitdem nicht mehr: die junge Frau im roten Mantel! Für Alain – und für
uns Leser - beginnt eine aufregende Zeit der Suche – aber da er von ihr nicht mehr als den
Vornamen weiß, ist diese Suche mehr als beschwerlich. Man fiebert mit ihm mit, hofft und
bangt und wartet gespannt man auf die Auflösung, die natürlich ein Happy End beherbergt.
Ein einfach herrlich schöner, poetischer, zauberhafter Liebeskrimi ist es, den Nicolas Barreau
uns da mit leichter Hand serviert. Es ist eine wahre Hymne an die Liebe, an die Stadt der
Liebe und auch an das Kino, wie es einmal war.
Diese Geschichte ist sehr berührend, sehr schön geschrieben und wenn man sie zu Ende
gelesen hat, lässt man sich mit einem Seufzer der Erleichterung in die Sofakissen sinken.

Verlag: 

Verloren in der Wildnis

Erzählt wird die Geschichte von dem 10-jährigen Mädchen Abby und ihrem Hund Tam, beide
sind unzertrennlich. Abby kann sich ein Leben ohne ihren Tam nicht mehr vorstellen.
Als sie eines Tages im Herbst einen Autounfall hatten – der sich ca. 600 km von daheim
entfernt ereignet – wird der Hund samt seiner Transportkiste aus dem Auto geschleudert,
kullert einen Abhang hinunter und wird durch einen Fluss davongetragen.
Abby ist untröstlich und möchte natürlich nichts unversucht lassen, ihren Tam
wiederzufinden. Bei ihren Eltern stößt sie anfangs zwar auf Verständnis – sie fahren
noch mal die weite Strecke zu der Unfallstelle, sie hängen Zettel auf, sie telefonieren mit
Tierheimen und Ranger-Stationen, aber mit fortschreitender Zeit sind sie der Meinung, dass
es keine Chance mehr gibt, ihn lebend zu finden. Sie versuchen, ihrer Tochter die Realität
vor Augen zu führen. Aber Abby gibt die Hoffnung nicht auf. Als die Familie dann auch noch
umziehen soll, möchte sie am liebsten zuhause bei der Großmutter bleiben, da sie natürlich
hofft, dass ihr Hund eines Tages wieder vor der Tür steht. Denn wie soll Tam sie finden,
wenn sie ganz woanders wohnt?
Auch Tam wünscht sich nichts sehnlichster, als nach Hause zu seinem Mädchen zu kommen.
Er macht sich nun auf den Weg zu Abby. Dabei muss er vielen Gefahren ausweichen, er
muss lernen, wie man jagt, er muss Hunger und Kälte überstehen. Durch Zufall kommt er
manchmal in ein paar fürsorgliche Hände, die ihn eine Zeitlang wieder aufpäppeln, aber er
hält es dort nicht lange aus, denn die Sehnsucht nach seinem Mädchen ist immer stärker.
Wie man sich sicher denken kann, gibt es ein Happy End: Gerade in „letzter Sekunde“ findet
Abby ihren Tam, der inzwischen um die 500 km gelaufen ist, halb verhungert, verletzt und
sehr geschwächt. Sie schließt ihn überglücklich in ihre Arme!
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht des Mädchens und aus der Sicht des Hundes
geschrieben, sie liest sich flüssig und ist absolut spannend. Man fiebert natürlich mit den
Beiden mit und wünscht ihnen ein glückliches Wiedersehen. Im Anhang des Buches findet
man auch eine Karte, auf der die Gegend in der alles spielt, zu sehen ist.

Traumjäger und Goldpfote

Dies ist Tad Williams erster Roman, er erschien im Jahr 1989. Das Buch fällt zwar in den Bereich der Fantasy, ist aber auch ein Tierroman, denn sowohl der Hauptcharakter Traumjäger, als auch das Ziel seiner verzweifelten Suche (seine geliebte Goldpfote) sind Katzen - ebenso wie viele andere Charaktere. Helfer und Feinde, denen Traumjäger unterwegs begegnet, entstammen ebenfalls dem Tierreich und sind Eichhörnchen, Füchse oder Kröten.  
Auf leisen Pfoten durch eine besondere Welt . . .
Eigentlich ist es ja gar keine besondere Welt, sondern unsere gewöhnliche mit ihren Häusern und Hinterhöfen, Wiesen und Wäldern - allerdings ist der Blick auf diese Welt ein anderer.
Es ist der Blick der Katzen, die nach ihrer eigenen Entstehungsgeschichte alle von Tiefklar Urmutter, der ersten Katze, deren eines Auge der Mond und deren schwarzes Fell der nächtliche Himmel ist, und ihren Enkeln abstammen. Die Enkel sind Viror Windweiß, Tangalur Feuertatze und der Abtrünnige Grizraz Kaltherz, der in der Geschichte auch noch seine Rolle zu spielen hat.
Jede Katze hat (im Idealfall) drei Namen, den Herznamen, den sie von ihrer Mutter bekommt und der auch im weiteren Leben nur von Verwandten und engen Freunden benutzt wird, einen Gesichtsnamen, der ihr im Alter von etwa drei Monaten von einem Katzenältesten verliehen wird, weil er besonders gut zu ihr passt und einen Schwanznamen, den eine Katze gleich ihrer Bestimmung sucht und, wenn sie ihn denn findet, auch nicht mit anderen teilt.
Auch die Benennung der Zeit ist bei den Katzen ein wenig anders. Ein Monat ist eine Auge, der Abend ist die Zeit der Steigenden Dämmerung, Mitternacht ist die der Tiefsten Stille und der Mittag die Zeit der Kleineren Schatten.
Wie jedes Volk hat auch das der Katzen eine eigene Sprache , den Höheren Gesang des Volkes, also in diesem Sinne Nre’fa-o, in der Welt der Katzen.  
Zur Handlung:
In einer schönen Mondnacht tanzen der junge Kater Fritti Traumjäger und Goldpfote den “Tanz des Einverständnisses”, allerdings kommt der Sonnenaufgang bevor sie den Tanz beenden können und so  verabreden sie sich, den Tanz in der nächsten Nacht zu Ende zu tanzen. Doch in der nächsten Nacht, der Nacht des “Mauertreffs” ist Goldpfote nicht mehr zu finden - auch in den folgenden Tagen und Nächten bleibt sie verschwunden. Auch einige andere Katzen sind verschwunden, was Traumjägers Sorge nur verstärkt.
So entscheidet er schließlich, voller Sehnsucht, sich auf die Suche nach ihr zu machen.
 
Un dies wirft unseren jungen Frodo-artigen Helden in ein Herr der Ringe-artiges Abenteuer...nur mit ein wenig mehr Herzblut und Poesie.
 

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Jenny Erpenbeck

Aller Tage Abend

 

Für den Deutschen Buchpreis war sie nominiert, in die engste Auswahl hat sie es leider nicht geschafft. Jenny Erpenbecks Roman verdient es trotzdem nochmals erwähnt zu werden. Wer sich auf ihre Sprache einlässt, wer sich einmal darin vertieft, kommt so schnell nicht mehr davon los. Sie ist eine Dichterin, auch wenn sie Romane schreibt. In „ Aller Tage Abend" lässt die Autorin ihre Hauptfigur fünfmal sterben, und viermal, in sogenannten Intermezzi, versucht sie es zu erklären.
Es ist nicht leicht, wenn erzählt wird, wie der achtmonatige Säugling unter die Erde kommt, im fernen Galizien Anfang des 20. Jahrhunderts . Leicht ist der Tod auch nicht, wenn eine Heranwachsende stirbt, aus Liebeskummer in Wien. Oder Jahre später als überzeugte Kommunisten in Russland, um dann doch als Verräterin hingerichtet zu werden. Oder noch viele Jahre später als gefeierte große DDR- Schriftstellerin. Leicht ist das Ende auch nicht für eine betagte Frau, die 90 jährig dann doch einsam im Altersheim dahinscheiden muss. Nein, leicht erzählt ist keiner dieser fünf Lebensläufe, aber literarisch vollkommen. Fast jeder Satz ein Kleinod, viele Wörter wie Perlen, jede der fünf Geschichten berühren den Leser tief. Die Autorin, das Schicksal, oder Gott macht einen Schnitt durch das Leben eines Menschen, wer könnte da widersprechen? Oder sagen, welcher Tod besonders grausam oder gerecht ist. Was hätte aus dem kleinen Mädchen alles werden können, oder wie viel Leben hätte die junge Liebende schenken können? Oder wie heimtückisch eine normale Treppe für eine erfolgreiche Frau sein kann. Diese Fragen stellt das Buch, beantworten muss sie jeder für sich.

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Das Schneemädchen

Wie übermächtig der Wunsch nach einem Kind werden kann, zeigt dieser wunderschöne Roman auf ganz poetische Weise. Noch ist bei uns Herbst, doch der Winter kommt bestimmt. Wer jetzt schon eine Ahnung davon verspüren, Kälte und Eis die Stirn bieten möchte, kann sich mit „Das Schneemädchen“ darauf einstimmen.
Mabel und Jack sind ein älteres Ehepaar und sie wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. In der Einsamkeit Alaskas wiegt diese Sehnsucht besonders schwer. Eines Abends bauen sie sich mehr aus Übermut und aus gegenseitiger Liebe ein Kind aus Schnee, hängen ihm einen Schal um und sind für Stunden sehr glücklich. Nachts sieht Mabel dann das Mädchen draußen, es bewegt sich und am Morgen ist es ganz verschwunden. Zuerst taucht es immer nur dann auf, wenn Mabel allein ist und sich in der Nähe des Waldes befindet. Dann kommt das Mädchen immer näher, und irgendwann steht es auch in der Tür zur Hütte. Aber niemand glaubt Mabel die Geschichte. Ein Schneemädchen ?? Zuerst auch ihr Mann nicht, obwohl er die Spuren und Zeichen im Schnee doch nicht anders deuten kann. Die Nachbarin, die kilometerweit weg wohnt und selbst Mutter von drei fast erwachsenen Söhnen ist, nennt das Phänomen einen Hüttenkoller, ausgelöst durch die Einsamkeit und den strengen Winter. Kurzerhand quartiert sie sich bei ihren Nachbarn ein, um ihnen zu helfen, bis zur Saat im Frühjahr. Es scheint fast so, als habe die resolute Nachbarin Recht behalten. Alles scheint nur Einbildung gewesen zu sein.
Aber das Schneemädchen kommt wieder… und irgendwann lernt es jeder kennen, Jack, die Nachbarin und auch ihr jüngster Sohn, der sich unsterblich in es verlieben wird. Nur wer ist das Schneemädchen? Das sich nur in der Kälte wohlfühlt oder wenn die Tür einen Spalt offen steht, auch bei Minustemperaturen. Und wie verändert es das Leben des Ehepaares und der anderen Siedler? Welche Gefühle weckt es in uns Lesern? Auf jeden Fall ganz starke, denn Sehnsucht und Liebe beinhalten immer auch ein Weh und Ach.

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Zum Mitnehmen

Was so ein kleiner Zettel "Zum Mitnehmen" doch alles bewirken kann:
Eigentlich wollte Herr Schnippel nur etwas von seiner reichen Apfelernte abgeben, aber im Laufe der Geschichte wechseln ein Korb, ein Fahrrad und eine Gartenbank ihren Besitzer.
Zum Schluss ist zwar fast   wieder alles beim Alten, aber die Beteiligten sind glücklicher als vorher,  und der Leser hat eine sehr unterhaltsame Viertelstunde erleben dürfen.

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Das Spiel der Götter

Steven Erikson

Was kann man über diese gewaltige Buchreihe sagen...Steven Erikson hat hier eine Welt geschaffen, die es in der phantastischen Literatur meines Erachtens kein zweites Mal gibt und wohl so schnell auch nicht geben wird. Tiefe Charaktere, hohe Komplexität und immer neue unerwartete Wendungen. Herr Martin (George R.R.) in allen Ehren - ich bin ein großer Anhänger seiner sieben Königreiche - aber was Steven Erikson hier vollbracht hat, hinterlässt bei jedem (neuen) Mal lesen, tiefe Fußstapfen in der Schneelandschaft meiner Seele...
Die Handlung bewegt sich durchgehend seit vierzehn deutschen Bänden auf sehr hohem Niveau. Eine Zustand, der mir in noch keiner anderen Reihe begegnet ist...
Originaltitel der Reihe: A Tale of the Malazan Book of the Fallen (dabei wird auf Napoleon Buch der gefallenen Soldaten angespielt). Das erste Buch der Serie, "Die Gärten des Mondes", hat der Autor sechs Jahre lang vorbereitet. Hier entwickelt sich eine komplexe Welt mit eigener Magie, eigenen Völkern und einer eigenen, sehr alten Mythologie. 2012 ist der vierzehnte deutsche Band mit dem Titel „Die Stadt des blauen Feuers“ erschienen.
Einen Abriss über die komplette Handlung der Bücher, würde nicht nur den Rahmen dieser Rezension sprengen, sondern auch die Vorfreude des Lesens trüben, daher folgt hier ein kurzer Überblick über den ersten Band "Das Spiel der Götter":
Mithilfe seiner Magiertruppen breitet sich das malazanische Imperium immer weiter aus. Der Leser verfolgt mit, wie die ehemals freie Stadt Fahl vom Imperium erobert wird und lernt hier die Hauptakteure des Buches kennen: Flickenseel, die einzige überlebende Kader-Magierin, Locke, ebenfalls Magier, gezwungen, in einen anderen Körper zu schlüpfen, Tayschrenn, den Hohemagier der zweiten Armee, und Ganoes Paran, der als Junge die Imperatrix kennenlernt, später in ihre Dienste tritt und Anführer der Brückenverbrenner werden soll, der Elitedivision der Zweiten Armee des ehemaligen Imperators.
Nach einem Mordanschlag wird Paran von den Göttern ins Leben zurückgeschickt, weiß aber noch nicht, was die Gegenleistung sein soll, die er dafür zu erbringen hat. Als Darujhistan, die letzte freie Stadt auf dem Kontinent Genebackis, fallen soll, sieht das Imperium sich der fliegenden Festung Mondbrut gegenüber, die Anomander Rake und andere Tiste Andii beherbergt, eine uralte nichtmenschliche Rasse, die über grosse magische Kräfte verfügt. Magier, Schattenhunde, Assassinen, Vertreter vieler menschlicher und nichtmenschlicher Völker, große Raben und nicht zuletzt die Gewirre, die Pfade der Magie, die von den Zauberern benutzt werden, nehmen den Leser mit in eine andere Welt und eine Zeit des Krieges, in der man Freunde findet und verliert, Assassinen in einer Gilde organisiert sind und ganze Armeen von Toten wieder auferstehen.

  • Die Gärten des Mondes (1999) (orig. Gardens of the Moon)
  • Das Reich der Sieben Städte (2000) (orig. Deadhouse Gates – Teil 1)
  • Im Bann der Wüste (2000) (orig. Deadhouse Gates – Teil 2)
  • Die eisige Zeit (2001) (orig. Memories of Ice – Teil 1)
  • Der Tag des Sehers (2001) (orig. Memories of Ice – Teil 2)
  • Der Krieg der Schwestern (2002) (orig. House of Chains – Teil 1)
  • Das Haus der Ketten (2002) (orig. House of Chains – Teil 2)
  • Kinder des Schattens (2005) (orig. Midnight Tides  - Teil 1)
  • Die Gezeiten der Nacht (2005) (orig. Midnight Tides – Teil 2)
  • Die Feuer der Rebellion (2007) (orig. The Bonehunters - Teil 1)
  • Die Knochenjäger (2008) (orig. The Bonehunters - Teil 2)
  • Der goldene Herrscher (2009) (orig. Reaper's Gale - Teil 1)
  • Im Sturm des Verderbens (Juni 2010) (orig. Reaper's Gale - Teil 2)
  • Die Stadt des blauen Feuers (August 2012) (orig. Toll the Hounds - Teil 1)

Man sollte sich nicht von der gewaltigen Größe und Tiefe der Geschichte abschrecken lassen, obwohl "Das Spiel der Götter" auf keinen Fall ein Reihe für zwischendurch ist. Auch ist es wohl eher nichts für Leser, die "Twilight" schon für tiefgehend halten. Wer sich all dessen bewusst ist, möge sich von Mister Erikson eingeladen fühlen, in seine Welt einzutauchen und dort ein wenig zu verweilen...oder, um es mit den Worten von

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Unter dem Pflaumensee

Lionel Davidson

"Unter dem Pflaumensee" ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und zwar seit dem ich es das erste Mal vor über zwanzig Jahren gelesen habe. Seit dieser Zeit habe ich es unzählige Male verschlungen. Dadurch hat es mich durch mein Erwachsenwerden und mein Leben an sich begleitet. Bei jedem erneuten Lesen, hat sich mir immer wieder etwas Mehr eröffnet, vorallem Anderen jedoch der philosophische Aspekt:
"Er sagte, die Menschen oben verstünden das nicht, weil sie nie erwachsen würden.
Sie würden einfach zu schnell alt und stürben, wenn sie noch Kinder seien, mit dem Geist eines Kindes.
Er sagte, die Höhlenmenschen hätten die gleiche Art von Geist gehabt, wie die Menschen von heute, und sie hätten gedacht, sie wüßten alles.
Die Menschen hätten das immer gedacht. Und wenn man zurückblicke, sehe man, daß sie im Grunde überhaupt nichts gewußt hätten.
Alle paar Jahre lernten sie etwas neues, das alles, was sie bis dahin gewusst hätten, veränderte."

Es ist eine unglaublich phantasievolle, zum Träumen anregende Geschichte, die die Welt Egon erschafft, einen fantastischen Ort, an dem die Menschen Vergnügungskuppeln besuchen, um das Universum zu erfahren. Eine Welt in der sie Sternentau essen und ihren Verstand auf eine Art und Weise weiter entwickeln, als es wir jemals könnten und bisher auch noch nicht wirklich versucht haben. Der Grund der Ozeane der Erde ist ihr Himmel und die Menschen reisen auf Regenbögen durch die Kraft des Magnetismus.
Davidson erschafft eine Welt mit der wir uns leicht identifizieren können, obwohl - oder vielleicht gerade weil - sie so komplett anders ist, als unsere. "Unter dem Pflaumensee" ist für jedes Alter geeignet, entweder auf einem leichtherzigen oder einem tieferen philosophischen Ebene...Es ist aber auch eine Geschichte über das Erwachsenwerden und über einen Jungen, der sich von seiner Familie missverstanden fühlt...und wohl auch missverstanden ist...
 
Abschließend bleibt mir nur zu sagen: "Unter dem Pflaumensee" vereint das Leben, das Universum und alles Andere...
Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Buch wieder neu aufgelegt wird, denn im Moment ist es nur gebraucht erhältlich, aber wer - wie auch ich - in der glücklichen Lage ist, die erste Auflage zu besitzen, wird dies - wie auch ich - sehr zu schätzen wissen. Für alle Anderen gilt: Ab in den Buchladen (ihr wisst in welchen) und kaufen!

Die letzten Gerechten (org. The last four things)

Paul Hoffman

Der Junge, der nur eines will: RACHE!
Die letzten vier Dinge...
Tod. Das Jüngste Gericht. Himmel. Hölle. Nummer fünf ist Thomas Cale, die linke Hand Gottes, der Engel des Todes. Gottes größter Fehler soll ungeschehen gemacht werden: die Menschheit muss vernichtet werden. Cale scheint seine Rolle am Ende der Welt zu akzeptieren, die Macht liegt in seiner Hand. Doch selbst die Erlöser wissen nicht, wie anders Thomas Cales Seele wirklich ist...

Cale wurde als kleines Kind vom Erlöserorden in dien Ordensburg geholt. Sein Erzieher Bosco erzog ihn mit aller Härte zu einer unbarmherzigen Tötungsmaschine. Die grausamen Strafen, denen der Junge ausgesetzt war, und der erbarmungslose Drill seines Mentors formten ihn zu einem Wesen, das als Werkzeug Gottes der Menschheit ein Ende setzen soll. Nach einer alten Prophezeiung wird der Engel des Todes Gott nach getaner Arbeit so dazu bringen, mit den letzten gerechten Menschen eine neue Weltordnung zu schaffen.
Cale scheint sich Boscos Ränken zu fügen, doch hat er längst selber Pläne geschmiedet. Er möchte frei sein, frei von den Zwängen, die ihm der Orden auferlegt. Er will nicht länger Morden, weil man es ihm befiehlt, sondern seinen Hass ausleben und die zur Strecke bringen, die ihm seiner Meinung nach Unrecht taten. Es gelingt ihm, aus der Ordensburg zu fliehen, und dabei verliebte er sich in die junge, aus gutem Hause stammende Arbell, die wegen ihrer Schönheit auch Schwanenhals genannt wird.
Arbell jedoch verrät den jungen Mann, so das Bosco ihn dazu bringt, wieder an seiner Seite zu kämpfen und die Pläne des Ordens zu erfüllen. Wie sich herausstellt, tat Arbell das, um Cale zu beschützen. Ihr Verrat rettete sein Leben. Zu Cales Verwunderung benimmt sich Bosco ihm gegenüber nun wie ein treusorgender Vater und verwöhnt ihn mit gutem Essen und luxuriösen Dingen. Der junge Mann beschließt, das Spiel seines Peinigers erst einmal zu beobachten. Scheinbar geht er auf die Offerten ein. Auf diese Weise hofft Cale, die Wahrheit über Boscos Vorhaben herausfinden. Der junge Mann ist sich sicher, dass er nur so seine Freiheit wieder erlangen wird...
Viele religiöse Mythen und "Tatsachen" unserer Welt spiegeln sich in Hoffmans Romanen wieder, diesmal jedoch wurde die Geschichte in einen phantastischen Kontext gebetet. Es finden sich viele überlieferte Sagen, die sich aber anders abgespielt haben, als man sie kennt. Gottes Sohn wird nicht ans Kreuz genagelt, sondern am Galgen erhängt. Auch die übrigen Mythen werden deutlich anders ausgelegt.
Die grausamen Schilderungen wurden detailreich wiedergegeben, so das sanften Gemütern vom Lesen dieses Buches dringen abgeraten wird. Wer aber gut gemachte Fantasy mit reichlich Intrigen, Verrat, blutigen Kampfschauplätzen, Helden und deren Gegnern schätzt, wird ein Spektakel erleben, das seinesgleichen sucht.
Routiniert spielt der Autor mit den Ängsten der Menschen und zeigt anschaulich, wie sehr Macht korrumpieren kann. Bosco ist von seiner Vision, Cale als Werkzeug Gottes einzusetzen, absolut überzeugt. Fanatisch treibt er seine Pläne voran, die Welt zu zerstören um sie neu zu erschaffen. Dabei bedient er sich der Religion und des Glaubens. Er legt die Schriften der „Bibel“ zu seinen Gunsten aus, um so die Gewalttaten zu rechtfertigen, derer er sich schuldig macht. Charisma kann ein furchtbares Talent sein.
Cale wiederum hat die schreckliche Begabung, den Tod in vielfältiger Gestalt über die Menschheit zu bringen. Sein Herz ist so von Hass erfüllt, dass er nicht sieht, dass Arbell ihn aufrichtig liebt. So hat jeder der Protagonisten sein Päckchen zu tragen.

Die Story von Cale und dem Erlöserorden geht nach „Die linke Hand Gottes“ mit „Die letzten Gerechten“ in die zweite Runde. Nach den dramatischen Geschehnissen kann sich der Leser auf einen spektakulären Abschlussband der Trilogie freuen.

 

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Die linke Hand Gottes (org. The left hand of god)

Paul Hoffman

Cale kennt weder sein exaktes Alter noch seinen richtigen Namen. Er ist ein Zögling im düsteren Kloster des Erlöserordens, wo er mit zahlreichen anderen Jungen auf seine Rolle als Kriegermönch vorbereitet wird. Die jungen Novizen wurden schon im Kleinkindalter in die Ordensburg gebracht und müssen seitdem das schreckenerregende Regime der Kriegermönche ertragen. Eines Tages wird Cale Zeuge eines grausamen Verbrechens. Er beobachtet den Zuchtmeister des Ordens dabei, wie dieser ein Mädchen bei lebendigem Leibe ausweidet und ein anderes Mädchen zum Zusehen zwingt. Außer sich vor Wut tötet er den Mönch – und ist zur Flucht gezwungen. Gemeinsam mit Henri, Kleist und dem Mädchen entkommt Cale den Häschern der Erlöser, und die Gruppe schlägt sich bis zur Stadt Memphis durch. Dort geraten sie in die Intrigen und Machtkämpfe der herrschenden Materazzi. Doch das ist nur der Beginn einer abenteuerlichen Odyssee.

Paul Hoffman hat einen „etwas anderen“ Mystery-Roman geschrieben, der zuweilen auch Züge eines Fantasy-Epos hat. Es geht um religiösen Wahn, und hier und da sind auch Horror-Elemente enthalten, aber die Zuordnung zum Genre ist nach meiner Auffassung nicht so eindeutig. Auf jeden Fall vermag die flüssig erzählte Geschichte die Leser von Beginn an zu fesseln. Die Rollen der Guten und der Bösen scheinen klar verteilt, aber im Laufe der Handlung ist dann vieles nicht so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Die Ortsnamen und auch die Namen der verschiedenen Protagonisten sind ziemlich willkürlich zusammengeklaubt. Zuweilen droht der Leser die Orientierung zu verlieren, weil Hoffman den ganz großen Bogen schlagen möchte, aber meistens bekommt man doch wieder den Überblick.
Der Orden der Erlösermönche ist ein Haufen von religiösen Fanatikern, die einen Religionskrieg gegen die so genannten Antagonisten führen. Der Kampf ist im Stellungskrieg erstarrt und spielt für die Handlung des Romans keine große Rolle. Breiten Raum gibt der Autor den religiösen und philosophischen Betrachtungen seiner verschiedenen Protagonisten, leider übertreibt er es dabei zuweilen. Aus diesem Grund, aber auch wegen der recht brutalen Kampf- und Folterszenen ist das Buch kein so genannter All-Age-Roman, sondern richtet sich doch eher an erwachsene Leser.
Immerhin geht von der Figur Cales und seinem Schicksal eine eigentümliche Faszination aus. Als junger Novize wurde er brutal und mönchisch erzogen, in Memphis verliebt er sich dann in eine „Perle“ des Materazzi-Clans und beginnt mit ihr eine heimliche Liebschaft. Für einen Mystery-Roman eine recht ungewöhnliche thematische Abschweifung, die allerdings für den Fortgang der Handlung wichtig ist, und glücklicherweise nicht allzu sehr übertrieben wird. Die andere Seite der Medaille ist, dass sich Cale im Laufe der Geschichte als effiziente und gnadenlose Kampfmaschine entpuppt.
Die einzelnen Charaktere und ihr jeweiliges Verhältnis zueinander sind für Paul Hoffman offenbar sehr wichtig, er widmet den Gesprächen breiten Raum. Insgesamt ist die Geschichte nicht wirklich innovativ, vielmehr hat sich der Autor aus verschiedenen Genres und bei unterschiedlichen Vorbildern bedient. Immerhin hat er es alles so gut vermischt, dass eine durchaus eigenständige Geschichte entsteht, die räumlich und zeitlich aber nicht wirklich definiert ist. Vielmehr wird die so konstruierte Welt eher minimalistisch beschrieben, was wiederum den Fokus auf die Protagonisten befördert. Angesichts des außerordentlich offenen Endes führt sie auch zielstrebig auf den zweiten Band der geplanten Trilogie hin.
Der Autor pflegt einen eigenwillige Stil, der aber auch den zuweilen schwer definierbaren Reiz dieses Romans ausmacht. In den ersten Kapiteln deutet sich ein harter und actionreicher Roman an. In Memphis geht es dann trügerisch ruhig zu, nur von kurzen Episoden unterbrochen. Im Schlussteil legt die Geschichte dann nochmal richtig zu, bis hin zum überraschenden und offenen Ende. Es wird so einiges im Hinblick auf den zweiten Band angedeutet, was den Leser durchaus neugierig auf die Fortsetzung macht.
Paul Hoffman hat nach seinem Anglistik-Studium in über zwanzig verschiedenen Berufen gearbeitet, unter anderem als Buchmacher, Kurierfahrer, Lehrer und als Gutachter für den Britisch Board of Film. Teile seines ersten Romans „The Wisdom of Crocodiles“ wurden mit Jude Law verfilmt. Als Drehbuchautor hat er neben vielen anderen mit Francis Ford Coppola gearbeitet. „Die linke Hand Gottes“ ist sein erster Roman bei Goldmann und der erste Teil seiner Trilogie.

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Wovon wir träumten

»Auf dem Schiff waren die meisten von uns Jungfrauen.« So beginnt die berührende Geschichte einer Gruppe junger Frauen, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Japan nach Kalifornien reisen, um japanische Einwanderer zu heiraten. Bis zu ihrer Ankunft kennen die Frauen ihre zukünftigen Männer nur von den strahlenden Fotos der Heiratsvermittler, und auch sonst haben sie äußerst vage Vorstellungen von Amerika, was auf der Schiffsüberfahrt zu wilden Spekulationen führt: Sind die Amerikaner wirklich behaart wie Tiere und zwei Köpfe größer? Was passiert in der Hochzeitsnacht? Wartet jenseits des Ozeans die große Liebe?

Aus ungewöhnlicher, eindringlicher Wir-Perspektive schildert der Roman die unterschiedlichen Schicksale der Frauen: wie sie in San Fransisco ankommen (und in vielen Fällen die Männer von den Fotos nicht wiedererkennen), wie sie ihre ersten Nächte als junge Ehefrauen erleben, Knochenarbeit leisten auf den Feldern oder in den Haushalten weißer Frauen (und von deren Ehemännern verführt werden), wie sie mit der fremden Sprache und Kultur ringen, Kinder zur Welt bringen (die später ihre Herkunft verleugnen) - und wie sie nach Pearl Harbor erneut zu Außenseitern werden.

Julie Otsuka hat ein elegantes kleines Meisterwerk geschaffen, das in ebenso poetischen wie präzisen Worten eine wahre Geschichte erzählt. Sehr lesenswert, sehr beeindruckend, mich hat das Buch auch nach dem Lesen noch sehr beschäftigt.

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Der kleine Bär und die sechs weißen Mäuse

Chris Wormell verzaubert: wissen Sie, wie Schneebälle im Sommer entstehen können? Oder wie "Pelzfasaneneier" aussehen? Oder was sich hinter weißen Mondäpfeln verbirgt? Nicht? Dann lesen Sie dieses Bilderbuch, das von einem kleinen Bären erzählt, der mit großartigem, Phantasievollem Mut sechs kleine  Mäuse vor den hungrigen Mägen der Eule, des Fuches und der Schlange rettet.

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Keine Angst vor Ungeheuern

Keine Angst vor Ungeheuern ist ein wunderbares Bilderbuch: Sehr schön illustriert erzählt es die Geschichte vom kleinen Michel, der, obwohl er doch ein "Trottel", ein "Holzkopf", ein "Doofmann", "Depp", Dussel" und wohl einiges mehr ist, ein richtiger HELD wird. Wie kann das sein? Gucken Sie ins Buch, lesen Sie es mit Ihren Kindern, ich bin sicher, Sie werden es lieben!

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Jünger werden mit den Jahren

Keine Zeit für Lyrik? Warum nicht an einem Herbstabend ein Gedicht lesen? Oder beim täglichen Spaziergang ein paar Reime zitieren? Sich ein paar Augenblicke mit Gedichten beschäftigen? Es ist nie zu spät dafür und so viel Zeit kann sich jeder nehmen. Eine ganz heitere, doch auch besinnliche Anthologie übers Älterwerden hat Dieter Hildebrandt zusammen gestellt. Auf und ab, wie auf einer Schaukel, geht es in diesem Gedichtband zu. Das Schöne und Beschwingte kommt zur Sprache, aber auch das Nachdenkliche, das Melancholische. Joachim Ringelnatz und Wilhelm Busch stehen neben Mascha Kaleko und Hermann Hesse, Erich Kästner neben Michael Krüger. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und die Unterteilung lädt zum Schmunzeln ein. ZB.: „ Wenn der Vater mit dem Sohne oder alt und jung und jung und alt“, oder „ Fasse dich kurz!“ Da dichtet der Menschenkenner Eugen Roth: „ Wir sehn mit Grausen ringsherum: Die Leute werden alt und dumm.. Nur wir allein in weitem Kreise, Wir bleiben jung und werden weise.“ Und im Kapitel „ Hast du Nöte, hilft dir Goethe“ gibt es gleich mehrere Seiten Poesie des großen Dichters der Weimarer Klassik. Und eine Lehre lässt sich immer aus seinen Versen ziehen. Ja, ob ernst oder ironisch, das Alter zeigt sich immer von seiner besten Seite, das meinen zumindest die Dichter. Und, lieber späte Einsicht, als gar keine. „ Man wird nicht besser mit den Jahren“ meint Theodor Fontane. Doch jeder sollte sich selbst einen Reim aufs Altern machen, auch wenn dieses noch in ganz weiter Ferne zu sein scheint. Denn das Motto des Buches lautet: „ Man braucht viele Jahre, um jung zu werden.“ (Pablo Picasso)

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Vollendet

Die neue "Charta des Lebens" besagt, dass menschliches Leben bis zum vollendeten 13. Lebensjahr nicht angetastet werden darf. Abtreibungen sind also strengstens verboten. Für Kinder zwischen 13 und 18 Jahren können Eltern jedoch per Umwandlungsverfügung bestimmen, dass sie recycelt werden - also in ihre Einzelteile zerlegt anderen Menschen als Ersatzteil zur Verfügung stehen. Connor, 16 Jahre, Risa, 15 Jahre, und Lev, 13 Jahre, sind solche Wandler, die durch ihre Flucht versuchen, dem ihnen zugedachten Schicksal zu entgehen.
"Vollendet" ist erschreckend, fesselnd und hat Tiefgang. Die angesprochenen Themen wie Abtreibung, Organspende, religiöser Fanatismus oder Weiterleben nach dem Tod bieten Diskussionsstoff für mindestens ein Jahr Ethik-Unterricht und lassen den Leser lange nicht zur Ruhe kommen.

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