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Schottenfreude

Meisterwerke der deutschen Sprache

Das witzigste deutsche Wörterbuch. Vom Engländer Ben Schott.

„Die deutsche Sprache ist so fruchtbar, dass sie für alles nur Denkbare auch ein eigenes Wort hat“, sagt Ben Schott und versammelt hier die wildesten Wortungetüme. Zum Beispiel die Bezeichnung für die Unsitte, einen Witz einfach immer wieder zu erzählen, bis jemand lacht: die WITZBEHARRSAMKEIT. Und kennen wir nicht alle den BESSERWINZER, der mit seinem Wissen über Wein angibt? Oder die angenehme Empfindung, am eigenen Geburtstag etwas Besonderes zu sein: das EXTRAWURSTTAGSGEFÜHL? Schott hat seiner Wortschatzfreude freien Lauf gelassen. Nach dem Welterfolg von "Schotts Sammelsurium" kommt jetzt das Neueste aus Ben Schotts genialer Werkstatt. Denn wie schon Mark Twain über die deutsche Sprache wusste: „Das sind keine Wörter mehr, das sind alphabetische Prozessionen.“

"Das wohl schönste und vergnüglichste Buch deutscher Sprache seit Langem"

Die Presse (A) (29.11.2013)

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9783813506020

Altes Land

Ein Buch in einer wunderbaren Sprache, voll Ironie und hintergründigem Humor und mit bewegenden Schilderungen. Mit sehr viel Sachkenntnis und Liebe hat Dörte Hansen dieses Buch geschrieben.
Sie entführt uns in die Obstplantagen der Elbmarschen, wo immer noch Plattdeutsch gesprochen wird und die Zeit scheinbar stillsteht.
Vertrieben aus Ostpreußen im Jahr 1945 stehen Hildegard von Kamcke und ihre 5jährige Tochter Vera als Flüchtlinge auf dem Hof von Bäuerin Ida Eckhoff. Die Hausherrin ist über das Flüchtlingspack, wie sie diese bezeichnet, nicht glücklich. Aber als Helfer auf dem Hof sind sie durchaus zu gebrauchen. Besonders weil Karl, der Sohn des Hauses, als körperliches Wrack aus dem Krieg zurück gekommen ist.
Hildegard heiratet Karl, doch nach einiger Zeit verlässt sie ihn wegen eines besser situierten. Sie lässt ihre Tochter Vera zurück.
Das ist die Geschichte von Vera, eine zeitreise durch 60 Jahre. Sie erzählt von der Suche nach Geborgenheit, und der Sehnsucht nach einem Platz, an dem man sich geborgen fühlt.
Viele Jahre später stehen wieder Flüchtlinge auf dem Hof, Anne, Veras Nichte, samt Sohnemann. Geflohen aus der Stadt Hamburg, weil Annes Mann sich in eine andere verliebt hat und für Anne und dem kleinen Sohn kein Platz mehr in der gemeinsamen Wohnung ist. Nun ist Vera am Zug.
Altes Land von Dörte Hansen ist eine Geschichte mit Tiefe, Herzenswärme und Witz und frei von jeglichem Heimatkitsch und Herzschmerz-Geplänkel.
Ich habe jede Seite genossen und mich jede Woche aufs neue gefreut, wenn ich auf die Bestseller Liste schaue. In dieser Woche steht sie bereits auf Platz 3

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9783813506471

Jenny Erpenbeck

Aller Tage Abend

 

Für den Deutschen Buchpreis war sie nominiert, in die engste Auswahl hat sie es leider nicht geschafft. Jenny Erpenbecks Roman verdient es trotzdem nochmals erwähnt zu werden. Wer sich auf ihre Sprache einlässt, wer sich einmal darin vertieft, kommt so schnell nicht mehr davon los. Sie ist eine Dichterin, auch wenn sie Romane schreibt. In „ Aller Tage Abend" lässt die Autorin ihre Hauptfigur fünfmal sterben, und viermal, in sogenannten Intermezzi, versucht sie es zu erklären.
Es ist nicht leicht, wenn erzählt wird, wie der achtmonatige Säugling unter die Erde kommt, im fernen Galizien Anfang des 20. Jahrhunderts . Leicht ist der Tod auch nicht, wenn eine Heranwachsende stirbt, aus Liebeskummer in Wien. Oder Jahre später als überzeugte Kommunisten in Russland, um dann doch als Verräterin hingerichtet zu werden. Oder noch viele Jahre später als gefeierte große DDR- Schriftstellerin. Leicht ist das Ende auch nicht für eine betagte Frau, die 90 jährig dann doch einsam im Altersheim dahinscheiden muss. Nein, leicht erzählt ist keiner dieser fünf Lebensläufe, aber literarisch vollkommen. Fast jeder Satz ein Kleinod, viele Wörter wie Perlen, jede der fünf Geschichten berühren den Leser tief. Die Autorin, das Schicksal, oder Gott macht einen Schnitt durch das Leben eines Menschen, wer könnte da widersprechen? Oder sagen, welcher Tod besonders grausam oder gerecht ist. Was hätte aus dem kleinen Mädchen alles werden können, oder wie viel Leben hätte die junge Liebende schenken können? Oder wie heimtückisch eine normale Treppe für eine erfolgreiche Frau sein kann. Diese Fragen stellt das Buch, beantworten muss sie jeder für sich.

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Im Meer schwimmen Krokodile

Der italienische Autor Fabio Geda erzählt in diesem Buch die Lebensgeschichte eines Flüchtlings. Sie beruht auf Tatsachen , denn es ist die wahre Geschichte Enaiatollah Akbaris, der inzwischen eine neue Familie und ein Stück Sicherheit in Italien gefunden hat. Schon das Titelbild erinnert ein bisschen an „ Der kleine Prinz“, und wahrlich auch hier geht es fast märchenhaft zu. Enaiat wird als zehnjähriger Junge von seiner Mutter außer Landes geschmuggelt, und von einem Tag auf den anderen allein gelassen. So beginnt seine Odyssee von Afghanistan, seinem Heimatland, über Pakistan, den Iran, die Türkei, dann über Griechenland bis nach Italien. Auf seiner Reise, die er zu Fuß, per Schiff, in überfüllten Lastwägen, im Schlauchboot fortsetzt, verliert er nie seinen Überlebenswillen, seinen Mut, an einen Ort zu gelangen, wo es ihm besser geht. In all den Jahren wird er ausgenutzt, beschimpft, bestohlen, aber er findet auch Menschen die ihm helfen, ihm eine Arbeit geben, ein Dach über`m Kopf. Seiner Mutter muss er noch versprechen, nie Drogen zu nehmen, Waffen zu benutzen, und nie zu stehlen, egal was ihm das Leben noch bringen wird. Er verspricht es ihr, und er lernt „ es gibt Tage, da schenkt das Leben dir nichts. Und es gibt Tage, da schenkt es dir alles.“ Enaiat schließt man sofort ins Herz, man begibt sich mit ihm auf eine weite Reise, man lernt dazu, wie wichtig ein gutes Wort ist, und wie wenig eine gute Tat kostet. Für mich ein Geschenkbuch, für alle Lebenslagen, klug, bescheiden und darum ganz kostbar.

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